Explosionsschutz in Arbeitsstätten

nach Gefahrstoffverordnung – GefStoffV

 

Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung als Bestandteil der Beurteilung der

Arbeitsbedingungen nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes hat der Arbeitgeber festzustellen, ob

die Beschäftigten Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ausüben oder ob bei Tätigkeiten Gefahrstoffe

entstehen oder freigesetzt werden können. Ist dies der Fall, so hat er alle hiervon ausgehenden

Gefährdungen der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten unter folgenden

Gesichtspunkten zu beurteilen:

 

1.      gefährliche Eigenschaften der Stoffe oder Zubereitungen, einschließlich ihrer

         physikalisch-chemischen Wirkungen,

2.      Informationen des Herstellers oder Inverkehrbringers zum Gesundheitsschutz und zur

         Sicherheit insbesondere im Sicherheitsdatenblatt,

3.      Art und Ausmaß der Exposition unter Berücksichtigung aller Expositionswege; dabei

         sind die Ergebnisse der Messungen und Ermittlungen nach § 7 Absatz 8 zu

         berücksichtigen,

4.      Möglichkeiten einer Substitution,

5.      Arbeitsbedingungen und Verfahren, einschließlich der Arbeitsmittel und der

         Gefahrstoffmenge,

6.      Arbeitsplatzgrenzwerte und biologische Grenzwerte,

7.      Wirksamkeit der ergriffenen oder zu ergreifenden Schutzmaßnahmen,

8.      Erkenntnisse aus arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen nach der Verordnung

         zur arbeitsmedizinischen Vorsorge.

 

Der Arbeitgeber hat die Gefährdungsbeurteilung unabhängig von der Zahl der Beschäftigten

erstmals vor Aufnahme der Tätigkeit zu dokumentieren.